Menschen zu unterstützen, war mir schon früh wichtig. Aus meinen beruflichen und persönlichen Erfahrungen entstand der Wunsch, Heilpraktikerin für Psychotherapie und Coach zu werden und eine eigene Praxis zu gründen. Im Januar 2027 wird der GesprächsRaum 17 Jahre alt – ein schöner Anlass, dir zu erzählen, wie alles begann und wer dich hier erwartet.
Wer erwartet dich im GesprächsRaum?
Wenn du dich nach einer persönlichen Begleitung umschaust, möchtest du vermutlich mehr als die Qualifikationen eines Menschen kennen. Du möchtest ein Gefühl dafür bekommen, wer dir gegenübersitzt und ob du dich mit deinem Anliegen zeigen kannst. Deshalb erzähle ich dir in meinem ersten Blogbeitrag etwas über meinen Weg, meine Haltung und das, was mir im Leben wichtig ist.
Wie entstand mein Wunsch, Menschen zu begleiten?
Ich habe mich schon als Schülerin gerne für andere eingesetzt. Als Klassen- und Kurssprecherin übernahm ich Verantwortung und fühlte mich wohl damit, Menschen zu unterstützen. Auch in meinem späteren Berufsleben arbeitete ich immer eng mit anderen zusammen.
Im Direktvertrieb baute ich ein großes Team auf. Dazu gehörte, die Menschen, die dort tätig waren, zu motivieren und persönlich zu begleiten. Ich unterstützte sie dabei, an sich zu glauben, ihre Vorhaben umzusetzen und ihren eigenen Weg zu finden. Diese Seite meiner Arbeit lag mir besonders am Herzen.
Den entscheidenden Anstoß gab schließlich die Leiterin einer Heilpraktikerschule. Sie sprach mich auf meine Fähigkeiten an und motivierte mich, über eine Ausbildung nachzudenken. Durch sie hörte ich zum ersten Mal von der Möglichkeit, Heilpraktikerin für Psychotherapie zu werden.
Ich informierte mich und fand ganz in meiner Nähe einen passenden Ausbildungskurs. Damit begann mein Weg in diesen Beruf. Parallel absolvierte ich eine Weiterbildung in Hypnosetherapie, weil mich diese Arbeit sehr interessierte.
Warum wurden Stress und Selbstwert zu meinen Schwerpunkten?
Während meiner Ausbildung wurde mir deutlich, wie sehr mich das Thema Stressmanagement beschäftigte. Hohe Belastung kannte ich aus meinem eigenen Leben: Es gab Zeiten, in denen ich trotz kleinem Kind bis zu 80 Stunden in der Woche arbeitete. Dabei vergaß ich, auf mich selbst zu achten. Auch für meine Lieben blieb zu wenig Zeit und Aufmerksamkeit.
Diese Erfahrung hat meinen Blick geprägt. Ich weiß, wie leicht man im Funktionieren aufgehen und die eigenen Bedürfnisse übersehen kann. Deshalb beschäftigte ich mich intensiv mit Stressmanagement für Erwachsene sowie für Kinder und Jugendliche. Später bildete ich mich zur Burnout-Therapeutin weiter.
In meiner Praxis begegnet mir häufig die Frage nach dem eigenen Wert: Bin ich nur dann zufrieden mit mir, wenn ich etwas leiste? Darf ich Grenzen setzen? Wie viel Anerkennung brauche ich von anderen?
Solche Fragen können beeinflussen, wie wir Belastungen erleben und mit ihnen umgehen. Gemeinsam mit meinen Gästen schaue ich darauf, welche Zusammenhänge für sie persönlich bedeutsam sind und was sie stärken kann.
Warum wollte ich einen eigenen GesprächsRaum schaffen?
Für mich stand nach der Ausbildung fest, eine eigene Praxis aufbauen zu wollen. Einen Ort, an dem ich mein Wissen, meine Lebenserfahrung und mein Einfühlungsvermögen in die Begleitung von Menschen einbringen konnte.
Mein feines Gespür für Menschen begleitet mich in meiner Arbeit. Ich höre aufmerksam zu, nehme wahr, wie jemand etwas erzählt, und frage nach, wenn ich den Eindruck habe, dass etwas noch mehr Raum braucht. Dabei ist mir wichtig, meinen Gast aus seiner eigenen Sicht zu verstehen.
Mich interessiert auch, welche inneren Antreiber uns prägen. Warum glauben wir, immer stark sein zu müssen? Weshalb fällt es uns schwer, andere zu enttäuschen? Warum setzt uns etwas unter Druck, das ein anderer Mensch gelassener erlebt?
Unsere Erziehung, frühere Erfahrungen und übernommene Verhaltensweisen können dabei eine Rolle spielen. Wenn wir diese Zusammenhänge besser verstehen, können wir bewusster entscheiden, was wir beibehalten und was wir verändern möchten.
Für wen ist der GesprächsRaum da?
Im GesprächsRaum begegnen mir Jugendliche und Erwachsene mit unterschiedlichen Anliegen. Junge Menschen kommen beispielsweise wegen Prüfungsangst, Schwierigkeiten im Kontakt mit anderen oder Konflikten mit ihren Eltern. Andere Gäste überlegen, ihre Arbeitsstelle zu wechseln, beschäftigen sich mit einer möglichen Trennung oder fragen sich, wie sie ihr Leben nach der Berufstätigkeit gestalten möchten.
Auch Beziehungen finden hier Platz. Das können Paare sein, Eltern mit einem jugendlichen oder erwachsenen Kind oder Freundinnen, die etwas miteinander klären wollen. Vielleicht ist etwas zwischen ihnen geschehen, das sie auseinanderzubringen droht. Sie möchten verstehen, wie es dazu gekommen ist und wie sie miteinander weitergehen können.
Diese Vielfalt gehört für mich zum GesprächsRaum. Ich arbeite gerne mit Menschen unterschiedlichen Alters, weil viele persönliche Fragen uns in verschiedenen Lebensphasen begegnen: Was möchte ich? Was brauche ich? Wie kann ich für mich einstehen und zugleich mit anderen verbunden bleiben?
Welche Form der Begleitung passt, richtet sich nach dem jeweiligen Anliegen. Meine Erfahrungen und Fähigkeiten bringe ich so ein, wie es für jeden meiner Gäste und unsere gemeinsame Arbeit sinnvoll ist.
Was ist mir in der Begleitung besonders wichtig?
Du musst bei mir noch keine fertige Erklärung dafür haben, was dich beschäftigt. Manchmal spürt ein Mensch zunächst nur, dass etwas nicht mehr stimmt oder dass es so nicht weitergehen soll. Das kann der Ausgangspunkt unseres Gesprächs sein.
Wir schauen gemeinsam auf deine Situation und darauf, was du dir wünschst. Dabei dürfen auch widersprüchliche Gedanken und schwierige Gefühle ihren Platz haben. Du kannst etwas verändern wollen und gleichzeitig Angst davor haben. Du kannst einem Menschen nah sein und dennoch mehr Abstand brauchen.
Ich möchte dich dabei unterstützen, dich selbst besser zu verstehen und Möglichkeiten für deinen weiteren Weg zu entdecken. Dazu gehört auch, andere Perspektiven zu erkunden. Wir prüfen gemeinsam, welche Sichtweise für dich stimmig ist und was sich davon in deinem Alltag umsetzen lässt.
Was gehört zu meinem Leben außerhalb der Praxis?
Ich bin verheiratet und Mutter eines erwachsenen Sohnes, der in Berlin lebt. Stricken ist meine große Leidenschaft, und auch zur Häkelnadel greife ich gerne. Ich koche gemeinsam mit meinem Mann, backe und genieße Spaziergänge in der Natur hier am Spessart.
Zum Entspannen gehe ich besonders gerne in die Sauna. Im Urlaub zieht es mich ans Meer – am liebsten in den Norden Europas oder nach Lanzarote.
Wann könnte eine Begleitung für dich sinnvoll sein?
Vielleicht stehst du vor einer Entscheidung, erlebst eine belastende Zeit oder bemerkst, dass bestimmte Schwierigkeiten immer wieder auftauchen. Vielleicht möchtest du dich selbst besser verstehen oder eine Beziehung klären. Du kannst dich mit deinem Anliegen bei mir melden, auch wenn du noch nicht weißt, welche Begleitung du suchst. In einem ersten Gespräch können wir gemeinsam schauen, ob du bei mir richtig bist.
Häufige Fragen zum GesprächsRaum
Muss ich mich auf das erste Gespräch vorbereiten?
Du brauchst nichts auszuarbeiten. Wenn du möchtest, kannst du dir vorher ein paar Gedanken oder Fragen notieren, die dir wichtig sind.
Darf ich auch kommen, wenn ich noch nicht weiß, was sich verändern soll?
Ja. Auch das Gefühl, unzufrieden zu sein oder festzustecken, kann ein Anlass sein. Gemeinsam können wir herausfinden, was dahintersteht und was du dir stattdessen wünschst.
Kann ich gemeinsam mit jemandem kommen?
Ja, ich begleite auch Menschen, die etwas miteinander klären möchten. Sag mir bei deiner Anfrage gerne, wer am Gespräch teilnehmen soll und worum es euch geht.
Welche Themen wird es künftig im Blog geben?
Ich werde Themen aus meiner Arbeit aufgreifen, darunter Prüfungsangst, Stress, Selbstwert und Beziehungen. Dazu möchte ich Erfahrungen und Anregungen teilen, die du für dich weiterdenken kannst.
Worauf freue ich mich nach fast 17 Jahren GesprächsRaum?
Ich freue mich auf weitere Begegnungen und darauf, Menschen ein Stück ihres Weges begleiten zu dürfen. Mit diesem Blog kommt eine neue Möglichkeit hinzu, meine Gedanken und Erfahrungen mit dir zu teilen. Schön, dass du zum Auftakt dabei bist und mich und den GesprächsRaum ein wenig kennengelernt hast.
